Ultraschall in der Physiotherapie nutzt hochfrequente Schallwellen, die im Gewebe eine Tiefenwärme erzeugen. Damit werden Entzündungen gehemmt, Heilungsprozesse gefördert und Verspannungen gelöst.
Hochfrequente Schallwellen (0,8–3 MHz) dringen tief ins Gewebe ein und erzeugen dort eine gezielte Wärmewirkung sowie mechanische Mikrovibrationen. Diese Kombination verbessert die Durchblutung, löst Verklebungen im Bindegewebe, hemmt Entzündungen und unterstützt die Kollagenproduktion bei der Gewebeheilung.
Ultraschall ist besonders wirksam bei Sehnen- und Bänderentzündungen (z. B. Tennisellenbogen, Achillodynie), Kalkschulter, Narbengewebe, Periostitis sowie Weichteilverletzungen. Auch bei degenerativen Gelenkerkrankungen kann Ultraschall die Beschwerden lindern.
Ein Schallkopf wird mit Kontaktgel auf die Haut aufgebracht und gleichmäßig über die Behandlungszone geführt. Die Anwendung dauert typischerweise 5–10 Minuten pro Region und ist schmerzfrei. Oft wird Ultraschall mit anderen Therapieverfahren kombiniert.