Die Marnitztherapie wurde von der deutschen Physiotherapeutin Barbara Marnitz entwickelt. Sie verbindet Erkenntnisse aus der Manuellen Therapie, Osteopathie und Bindegewebsmassage zu einem ganzheitlichen Konzept, das den gesamten Körper als funktionelle Einheit betrachtet.
Im Zentrum der Marnitzbehandlung steht das Konzept der Störfelder – lokale Veränderungen im Bindegewebe, die durch Narben, Operationen, Verletzungen oder chronische Fehlbelastungen entstehen. Diese Störfelder können Schmerzen und Funktionseinschränkungen auch in weit entfernten Körperstellen verursachen. Durch gezielte manuelle Techniken werden sie aufgelöst und die natürliche Gewebefunktion wiederhergestellt.
Die Behandlung beginnt mit einer systematischen Befundaufnahme, bei der Störfelder ertastet und dokumentiert werden. Anschließend werden diese gezielt mit sanften, tief wirkenden Handgriffen behandelt. Die Therapie umfasst auch Übungen zur Stabilisierung und Ratschläge zur Haltungskorrektur, um das Behandlungsergebnis nachhaltig zu sichern.
Die Marnitzbehandlung eignet sich besonders bei Schmerzen und Störungen der Muskulatur sowie bei Bewegungseinschränkungen unterschiedlicher Ursache. Da die Marnitztherapie auch bei Lymphödemen eingesetzt werden kann, lässt sie sich gut mit der Manuellen Lymphdrainage kombinieren.